HFR (High Frame Rate) erklärt
HFR erklärt: High Frame Rate, 120 Hz, VRR, HDMI 2.1 und was LG OLED Nutzer bei Gaming und Video beachten sollten.
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Definition
High Frame Rate (HFR) bezeichnet Video oder Spiele mit einer höheren Bildrate als klassische Film- und TV-Inhalte. Bei LG OLED geht es häufig um 4K mit 100/120 Bildern pro Sekunde; ausgewählte 2024er Modelle unterstützen bei kompatiblen PCs zusätzlich VRR bis 144 Hz.
Bildrate und Panelfrequenz sind nicht dasselbe. Ein 120-Hz-Signal garantiert nicht, dass ein Spiel intern 120 fps rendert. VRR kann die Displayfrequenz innerhalb des unterstützten Bereichs an schwankende Bildraten anpassen.
Voraussetzungen
- Der konkrete TV und die verwendete Bildschirmgröße müssen die gewünschte Kombination unterstützen.
- Quelle, HDMI-Ausgang, Kabel und TV-Eingang benötigen ausreichende Bandbreite.
- Konsole oder PC müssen 4K/120, HDR, Farbtiefe und VRR korrekt aushandeln.
- Das Spiel muss einen HFR-Modus anbieten; häufig sinken dabei Auflösung oder Grafikdetails.
PS5 und Xbox Series unterstützen maximal 120-Hz-Ausgabe, nicht 144 Hz. 144 Hz ist bei LG C4/G4 eine PC-Funktion mit Größen-Ausnahmen: Die offizielle G4-Spezifikation nennt bis 144 Hz für 55–83 Zoll, während das 97-Zoll-Modell bei 120 Hz bleibt.
OLED Control ändert weder GPU-Bandbreite noch Spiel-fps. Die App kann unterstützte Eingangswechsel vereinfachen; Signaldiagnose und Ausgabeformat bleiben Aufgaben von TV und Quelle.
Siehe HDR-Gaming-Setup und Gaming-Einstellungen.
Vier Begriffe, die nicht verwechselt werden dürfen
Frame Rate ist die Zahl neuer Bilder, die ein Spiel oder Video pro Sekunde erzeugt. Refresh Rate ist die Zahl der Aktualisierungen, die ein Display pro Sekunde ausführt. VRR erlaubt eine variable Aktualisierung innerhalb eines unterstützten Bereichs. ALLM fordert lediglich einen latenzarmen Bildmodus an.
Ein Spiel kann 70 bis 90 fps rendern, während der TV ohne VRR starr mit 120 Hz läuft. Mit VRR kann das Display sein Timing näher an die wechselnde Ausgabe anpassen. ALLM sagt dabei nichts über fps oder VRR. Ein „120 Hz“-Logo im Menü beweist außerdem nicht, dass das Spiel intern 120 unterschiedliche Frames erzeugt.
HFR wird bei Video meist für Material oberhalb klassischer 24, 25 oder 30 fps verwendet. Sportübertragungen mit 50 oder 60 fps wirken flüssiger als 24p-Film, sind aber nicht automatisch 100/120-fps-HFR. Filmregisseure können HFR gezielt einsetzen; die ungewohnte Klarheit ist eine kreative Eigenschaft und kein Soap-Opera-Effekt durch TV-Interpolation.
Was 120 Hz bei PS5 und Xbox bedeutet
PS5 und Xbox Series können in unterstützten Spielen bis zu 120-Hz-Ausgabe verwenden. Das Spiel benötigt einen Performance- oder 120-fps-Modus. Häufig sinken dafür interne Auflösung, Raytracing-Qualität oder andere Grafikdetails. Die Konsole kann ein 120-Hz-Signal senden, obwohl die reale Bildrate zeitweise darunter liegt.
Prüfe die Konsolenstatusseite und den Spielmodus. Bei PS5 muss das jeweilige Spiel 120 Hz unterstützen. Xbox zeigt unter „4K TV-Details“, welche Kombinationen erkannt werden. Ein AVR oder eine Soundbar zwischen Konsole und TV muss die gleiche HDMI-Kombination weiterleiten; andernfalls ist der Direktanschluss eine wichtige Gegenprobe.
VRR kann Schwankungen glätten, arbeitet aber nur im unterstützten Bereich. Fällt ein Spiel unter die Untergrenze, kann Low Framerate Compensation zusätzliche Wiederholungen verwenden. Near-black VRR flicker auf OLED hängt eher mit unregelmäßigen Frametimes und Gamma-Verhalten zusammen als mit einer fehlenden Maximalfrequenz.
PC-Betrieb mit 120, 144 oder 165 Hz
PCs können je nach LG-Modell höhere Modi als Konsolen anbieten. C4 und G4 unterstützen in bestimmten Größen bis zu 144 Hz VRR. LGs G4-Spezifikation nennt 55 bis 83 Zoll mit bis zu 144 Hz, während das 97-Zoll-Modell auf 120 Hz begrenzt ist. Das zeigt, warum die Serienbezeichnung nicht genügt.
Für C5, G5, C6 und G6 werden je nach Modell, Größe und Markt höhere PC-Gaming-Werte bis 165 Hz beworben. Maßgeblich ist die regionale Produktseite der vollständigen Modellkennung. Ein 165-Hz-Menüschalter garantiert keine stabile Kette mit jeder GPU, jedem Kabel und jeder HDR-/VRR-Kombination.
Windows Advanced Display und der GPU-Treiber müssen dieselbe Auflösung und Bildrate zeigen. Für Desktoptext sind RGB beziehungsweise 4:4:4 und native 3840×2160 relevant. Eine Verringerung auf Chroma-Subsampling kann Bandbreite sparen, aber farbige Kanten und weicheren Text erzeugen.
HDMI-Bandbreite und Signalformat
Die erforderliche Datenrate hängt gemeinsam von Auflösung, Bildrate, Farbtiefe, Chroma und HDR ab. Ein Kabel, das 4K60 überträgt, hat damit noch nicht 4K120 oder einen PC-Maximalmodus bewiesen. Verwende einen passend zertifizierten, möglichst kurzen bekannten Signalweg und entferne Switches oder Wandstrecken für die Diagnose.
HDMI 2.1 ist ein Funktionsrahmen, keine Garantie, dass jedes Gerät jede Kombination bietet. Prüfe die konkreten Angaben von TV, Quelle und Zwischengerät. Adapter von DisplayPort oder USB-C können zusätzliche Grenzen besitzen.
Bei einem Schwarzbild kehrst du auf 4K60 zurück. Danach aktivierst du 120 Hz, HDR, VRR und den höchsten PC-Modus einzeln. Dieses Vorgehen identifiziert die erste instabile Stufe. Mehrere gleichzeitige Änderungen liefern keine belastbare Ursache.
HFR bei Filmen, Streams und Sport
Ein 120-Hz-Panel kann 24p-Film sauber als ganzzahliges Vielfaches anzeigen, erzeugt aber keine zusätzlichen Filmframes. TruMotion kann Zwischenbilder berechnen; das ist Interpolation, kein nativer HFR-Inhalt. Für Filmgenuss wird zuerst Frame-Rate-Matching am Player aktiviert.
Apple TV und andere Player können beim Wechsel der Bildrate kurz schwarz werden, weil HDMI neu synchronisiert. Ein kurzer Formatwechsel ist normal; ein Signal, das nicht zurückkehrt, benötigt Kabel- und Handshake-Diagnose.
Bewegungsqualität und Latenz
Mehr echte Frames reduzieren die Zeit zwischen Bewegungsproben und können Eingabelatenz senken. Von 60 auf 120 fps halbiert sich das theoretische Frameintervall von etwa 16,7 auf 8,3 Millisekunden. End-to-End-Latenz hängt zusätzlich von Spielengine, Controller, GPU-Pufferung und TV-Verarbeitung ab.
Diagnose eines fehlenden HFR-Modus
- Bestätige, dass das genaue TV-Modell und die Größe den Modus unterstützen.
- Verbinde die Quelle direkt mit einem geeigneten HDMI-Eingang.
- Prüfe Auflösung und Bildrate auf der Quellstatusseite.
- Aktiviere die erforderliche HDMI-Signaloption am TV, deren Name je nach webOS variiert.
- Teste ohne HDR und VRR, dann füge beide einzeln hinzu.
- Aktualisiere TV, Konsole oder stabilen GPU-Treiber erst nach Dokumentation der Ausgangslage.
Wird 120 Hz nur in einem Spiel nicht angeboten, prüfe dessen Performance-Modus. Fehlt der Wert bereits im Systemmenü, liegt die Ursache eher in TV-Fähigkeit, Port, Kabel, Adapter oder Zwischengerät.
Modell- und Menühinweise
LG verwendet Bezeichnungen wie Game Optimizer, HDMI Deep Color oder 4:4:4 Pass Through abhängig von Modell und Firmware. Erzwinge keinen Menüpfad aus einem anderen Jahrgang. Manche Bildregler sind im PC-, VRR- oder Game-Modus absichtlich ausgegraut, um geringe Latenz zu halten.
OLED Control kann einen unterstützten Eingang oder TV-Zustand bedienen, aber keine GPU-Bandbreite, EDID-Fähigkeit oder Spiel-fps erzeugen. Kopiere keine benutzerdefinierten Auflösungen, bevor die offizielle Kombination getestet wurde.
Häufige Fragen
Bedeutet 120 Hz automatisch 120 fps?
Nein. Der TV kann mit 120 Hz aktualisieren, während das Spiel weniger neue Frames liefert. Die Spielengine bestimmt die Frame Rate.
Unterstützt PS5 144 oder 165 Hz?
Nein. PS5 und Xbox Series zielen maximal auf 120-Hz-Ausgabe. 144/165 Hz sind PC-bezogene Modi geeigneter TVs.
Brauche ich VRR für HFR?
Nein. Stabile 120 fps können ohne VRR ausgegeben werden. VRR hilft vor allem bei schwankender Bildrate innerhalb seines Bereichs.
Ist TruMotion nativer HFR-Inhalt?
Nein. TruMotion erzeugt geschätzte Zwischenbilder. Nativer HFR-Inhalt enthält die zusätzlichen Frames bereits in Quelle oder Spiel.
Warum wird der Bildschirm beim Moduswechsel kurz schwarz?
Auflösung, HDR oder Bildrate können eine neue HDMI-Aushandlung auslösen. Ein kurzer Sync ist üblich; wiederholter oder dauerhafter Signalverlust nicht.
Welche Bildrate ist „am besten“?
Die höchste stabile, von Inhalt und Kette unterstützte Rate. Grafikqualität, Framerate-Stabilität, VRR-Verhalten und Präferenz sind wichtiger als die größte Zahl.
Quellen
- LG G4 Spezifikation: HFR und größenabhängiges VRR bis 144 Hz
- VESA Adaptive-Sync
- Apple: Bildwiederholrate externer Displays am Mac
- HDMI Licensing Administrator: VRR und ALLM
- PlayStation: 4K-Auflösung und 120-Hz-Ausgabe auf PS5
- Xbox: 4K-Gaming mit 120 Hz konfigurieren
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